Alpen-Adria-Cup: Bayern ohne Jugend nur auf Platz neun
Das Alpen-Adria-Team Bayern 2026 in Kärnten
Massenstart der Elitekategorien in der Staffel
Siegerehrung der Regionenwertung mit dem bayerischen Teamchef Ralph Körner auf Rang neun.
Im Rahmen der Carinthian Orienteering Open in Steuerberg (Kärnten) wurde der diesjährige Alpen-Adria-Cup ausgetragen. Bayern war mit einem rund 30-köpfigen Team vertreten, doch konnte leider erstmals seit 20 Jahren keine einzige Jugendkategorie (M/W 16 und 18) besetzt werden. Da auch die Damenelite verletzungsbedingt kaum punkten konnte, blieb am Ende für das aufopferungsvoll kämpfende bayerische Team nur der neunte Platz unter den elf vertretenen Regionen. Zuletzt war Bayern vor 21 Jahren so weit hinten im Feld platziert gewesen.
Den Auftakt des Wettkampfwochenendes im Norden Kärntens bildete die Alpen-Adria-Staffel in den steilen Westhängen des Wachsenberges. Der angekündigte Regen blieb aus, so dass beste Laufbedingungen herrschten. Aus bayerischer Sicht konnte vor allem die erste MW35-Staffel überzeugen: Andreas Enborg, Anna Enborg und Tihomir Despetovic liefen auf einen starken zweiten Platz und sorgten damit für den Großteil der bayerischen Punkte. Während die bayerischen Elitestaffeln ins Mittelfeld liefen, gab es hervorragende Platzierungen im parallel dazu ausgelaufenen Einzel-Prolog. Auf der mittleren Bahn lief Stefan Hötzinger auf den zweiten Platz, auf der kurzen Bahn sicherte sich Simon Schorr sogar den Sieg. In der Regionenwertung lag Bayern punktgleich mit Veneto auf Rang acht. Ganz vorne war Trentino-Südtirol der Konkurrenz bereits etwas enteilt.
Am Tag darauf stand die Langdistanz auf dem Programm, die bei hohen Temperaturen direkt von Steuerberg aus gestartet wurde. In den Alpen-Adria-Kategorien sorgten Anna Enborg in W 35 und Galyna Petrenko in W 45 mit jeweils Platz drei für die besten bayerischen Ergebnisse. Tihomir Despetovic lief in M 35 auf Rang vier, Olga Kasatkina in W 35 auf Platz fünf, sowie Ole Baath in M Elite und Andreas Enborg in M 45 jeweils auf Rang sechs. In den übrigen Kategorien gab es gleich vier bayerische Tagessiege: Moritz Schorr in M 10, Simon Schorr in M 12, Gertrud Liebl in W 55 und Vilhelm Lukács in M 55 ließen der Konkurrenz keine Chance. Alexander Kozhevnikov wurde zudem Zweiter in M 14. Bayern war in der Regionenwertung mittlerweile auf den neunten Platz gerutscht.
Den Abschluss der Wettbewerbe bildete die Mitteldistanz in den Südhängen des Wachsenberges. Bei erneut warmen Wetterbedingungen sorgte in den Alpen-Adria-Kategorien Andreas Enborg mit dem Sieg in M 45 für das Glanzlicht. Anna Enborg wurde in W 35 erneut Dritte, Galyna Petrenko in W 45 Vierte, Tihomir Despetovic in M 35 Fünfter und Ralph Körner in M 45 Sechster. In den übigen Kategorien konnten sich Moritz Schorr in M 10 und Malte Enborg in M 12 über den Tagessieg freuen. Simon Schorr wurde in M 12 Zweiter, Gertrud Liebl in W 55 und Stefan Hötzinger in M 55 jeweils Dritte. Für Bayern änderte sich in der Regionenwertung nichts mehr: das Team blieb Neunter. Den Sieg sicherte sich Trentino-Südtirol vor Ticino und den Gastgebern aus Kärnten.
Die beiden Einzelläufe wurden für das Carinthian Orienteering Open zudem zusammen gewertet. Hier stellte Bayern mit Moritz Schorr in M 10 und Simon Schorr in M 12 zwei Gesamtsieger. Galyna Petrenko in W 45, Gertrud Liebl in W 55 und Vilhelm Lukács in M 55 konnten sich über Rang zwei freuen, Anna Enborg wurde in W 35 Gesamt-Dritte.
Im kommenden Jahr wir der Alpen-Adria-Cup in der italienischen Region Friuli Venezia Giuli (Friaul-Julisch Venetien) ausgetragen. Von 11. bis 13. Juni 2027 warten rund um Gemona di Friuli interessante und abwechslungsreiche Gelände auf die Länderkampfteams. Bayern wird wieder vertreten sein, dann aber hoffentlich auch wieder inklusive der bayerischen OL-Jugend. Denn mit einem vollen Team kann Bayern an seine vergangenen Erfolge - hervorzuheben ist vor allem der Gesamtsieg beim Heimspiel im Jahr 2022 - anknüpfen. Wie viel Potential im Bayernteam steckt, zeigten in diesem Jahr die Senioren: betrachtet man nur die Kategorien ab 35 Jahren, dann hat Bayern in Kärnten dort die meisten Punkte aller elf Teams geholt. Respekt!




