Wolfgang Bauer erhält den Wolpi-Pokal für 2015
Der Landesfachausschuss OL würdigt Wolfgang Bauers jahrzehntelanges Engagement bei der Aufnahme und Zeichnung von Orientierungslaufkarten.
Es gab mehrere würdige Kandidaten zur Auswahl, aber am Ende entschied sich der Landesfachausschuss Orientierungslauf mit großer Mehrheit dafür, seinen Wanderpreis "Wolpi-Pokal" für das abgelaufene Jahr 2015 an den Kartenaufnehmer Wolfgang Bauer zu verleihen.
Alfons Ebneth übergab den Pokal in Form eines Wolpertingers und die dazugehörige Plakette im Rahmen der Jahrestagung OL Ende Januar 2016 in Bernhardswald an den Geehrten und würdigte Wolfgang Bauer in seiner Laudatio.
Wolfgang Bauer ist ein Urgestein des Bayerischen Orientierungslaufs. Schon in frühen Jahren zeichnete er sich durch seine Liebe zur Kartenaufnahme und -zeichnung aus und leistete, oft zusammen mit Professor Jörg Roche, Grundlagenarbeit für den Orientierungslauf in Bayern.
Bereits seit Anfang der 80er Jahre ist Wolfgang Bauer als Kartenaufnehmer in den bayerischen Wäldern unterwegs. Mehr als 30 hochqualititative OL-Karten tragen mittlerweile seine Handschrift, weitere werden mit Sicherheit noch hinzukommen.
Immer hilfsbereit hat sich Wolfgang der Bitte zahlreicher Vereine, wie beispielsweise seinem Heimatverein WSV Bernried, dem SV Mietraching, dem TV Osterhofen oder zuletzt auch der OLG Regensburg nie entsagen können. Vor allem interessante und detailreiche Geländeabschnitte im Bayerischen Wald und Oberpfälzer Wald haben es ihm angetan. Kostenfrei hat er so bereits Wochen und Monate in "seinen" Wäldern verbracht. Hinzu kommen weitere unzählige Stunden bei der Zeichnung der Karten, sei es früher am Zeichentisch oder heutzutage am Computer.
"Bewaffnet" mit seinem Tablet, zeichnet Wolfgang vor allem eine außergewöhnliche Durchhaltefähigkeit bei seiner stundenlangen Geländearbeit aus. Während der Kartenaufnahme können ihn scheinbar weder Durst und Hunger, noch weniger gutes Wetter von seiner Arbeit abhalten. Sein Name unter vielen "Meisterkarten" ist ihm dabei Lohn genug. Er hat seine Tätigkeit nie groß hervorgetan, sondern immer als selbstverständlich verstanden. In seiner Bescheidenheit und seinem stillen Engagement ist "Wolfi" Bauer ein würdiger Preisträger für den Wolpi-Pokal.
Text: Alfons Ebneth, Ralph Körner
